(Tag 266) Donnerstag, 18. April 2013: Snorkling Trip in Key West!

Um 5:45 ging mein Wecker runter, um 6:50 musste ich unten auf meinen Bus warten, der mich dann nach Key West bringen sollte :)

Während des Wartens habe ich eine Französin und einen Franzosen getroffen, die beide richtig richtig nett waren, außerdem auch bei mir im Hostel sind und auch nach Key West fahren.

Im Bus saßen dann drei deutsche Mädels vor mir, die ich gleich angesprochen habe. Ziemlich bald kommt schon raus: zwei von ihnen sind AuPairs in Fairfield!! Eine von ihnen (Ebru) habe ich sogar schon mal beim Eislaufen getroffen! Aber das war noch nicht alles. Das dritte Mädel ist AuPair in Michigan und wir haben vor ein paar Wochen über das Thema Miami in Facebook miteinander geschrieben! Voll der coole Zufall, dass ich die beiden jetzt hier im Bus zum südlichsten Punkt der USA treffe! :D

 

Erst habe ich noch ein bisschen geschlafen, aber dann sind wir bei den Keys angekommen. Das sind 43 größere und kleinere Inseln, die durch insgesamt 42 Brücken verbunden sind. Eine dieser Brücken ist die berühmte 7 mile bridge, auf der schon sämtliche Filme wie Fast&Furious etc. gedreht wurden. Die erste große Insel ist Key Largo, dann kommen Islamorada, Marathon, Big Pine Key und ganz ganz unten die letzte ist dann Key West- unser Ziel. Von dort aus sind es nur noch 90 Meilen (ca. 140 km) bis nach Kuba; man ist also an diesem Punkt näher an Kuba und der karibischen See als an Miami!!

Wir sind am Golf von Mexico vorbeigefahren und allgemein gab es überall richtig schöne Aussichten!

 

Nach ca. vier Stunden sind wir endlich angekommen und haben erst mal das Büro gesucht, bei dem wir unsere Tickets für die Katamaran- und Schnorcheltour abholen kann. Bis es losging hatten wir noch etwas Zeit, also haben wir das Städtchen erforscht. Es sieht richtig schön aus dort!! Auch wenn das meiste so bisschen auf Touri und Vintage gemacht ist ;)

 

Als wir endlich den Katamaran borden konnten haben sich erst mal der Captain und seine Crew vorgestellt, die waren alle richtig lustig! Dann bin ich mit Johanna und Ebru aufs Sonnendeck hoch, um uns zu bräunen und zu relaxen. Es war einfach das Paradies dort!! Die Stimmung war super, es kam tolle Musik und das Wetter war sowieso der Hammer!

Johanna und ich sind zu einem der Crew hingegangen (sie meinten sie seien immer für uns da), der sich als Tony vorgestellt hat, um nach Sonnencreme (noch näher am Äquator!) und einer Abdeckung für meine Brandwunde (sieht jetzt richtig schlimm aus) zu fragen. Er war auch mega hilfreich, also an der Crew gibt es definitiv nichts auszusetzen ;)

 

Leider kamen wir schon viel zu schnell (ca. 1 Stunde) am drittgrößten Korallenriff der Welt an. Nachdem wir eine Einführung in Schnorchel, Brille, Flossen, Handzeichen und Benehmen am Riff bekommen hatten, hat Tony mir noch schnell meinen Verband gemacht und dann ging es los: Maske auf, Flossen an, Hände vors Gesicht (damit die Brille nicht verrutscht) und ab ins wunderschön blaue, klare Wasser springen! :) Die weniger mutigen konnten natürlich auch die Treppe nehmen ;)

 

Dann bin ich losgeschnorchelt bis zum Riff, aber es war viermal so, dass ich bis dort hingeschwommen, aufgetaucht bin und dann niemand anderen mehr gesehen habe und dann auch gar nicht sicher war, ob man überhaupt so weit raus schwimmen darf, da es dort ganz schön flach wurde und die Wellen sich so richtig stark gebrochen und mich hin und her geschleudert haben. Es war auch richtig schwer, vorwärts zu kommen und zum Teil wurde ich gegen die Korallen gedrückt, also bin ich dann immer wieder zurück geschwommen, bis mir die anderen Leute wieder entgegengekommen sind. Also bin ich doch wieder näher ans Riff, weil ich so neugierig war, was wohl dahinter ist…es ging mir aber jedes Mal wieder gleich…

Ziemlich bald war dann leider die Stunde im angenehm warmen Wasser auch wieder vorbei und ich bin zurück zum Boot geschwommen. Ich war die drittletzte, Tony ist sogar raus geschwommen um die letzten zwei zu holen :D

 

Es war einfach soo wunderschön! Ich habe so viele bunte unterschiedliche Fische gesehen, die sich gar nicht haben stören lassen! Die Wasserwelt ist einfach unglaublich! Ich habe mir so ein Korallenriff zwar irgendwie anders vorgestellt…farbiger…aber es war trotzdem voll schön und ein echt unvergessliches Ereignis!! :)

Auch echt krass, dass es mitten im Ozean einfach so eine flache stelle, eben das Riff gibt…

Im Nachhinein habe ich es ein bisschen bereut, dass ich mein iPhone mit der wasserfesten Hülle doch nicht mitgenommen habe, weil ich das alles gerne mit euch teilen würde! Aber ihr müsst wohl einfach selbst mal hin ;)

Der Verband ist übrigens leider gleich beim Rein springen abgegangen, es hat aber erstaunlicherweise nicht mal gebrannt im Salzwasser!

Wieder auf dem Katamaran haben wir dann alle möglichen kostenlosen Getränke bekommen (für über 21 sogar auch Alkohol) .

 

Wir haben uns wieder aufs Sonnendeck gechillt, die Musik hat einfach so super gepasst, Tony hat uns immer wieder Wasser nachgeschenkt und ich habe mich einfach soo glücklich, leicht und unbesorgt gefühlt- wie im Paradies halt! :) Ich hätte hier echt ewig bleiben können! Leider sind wir trotz segeln (auf dem Rückweg fast ohne Motor) dem Festland immer näher gekommen…

Mit Johanna habe ich mich auch so super verstanden und da wir beide das Gefühl hatten, Tony kommt immer ein bisschen oft her, um Wasser nachzuschenken, haben wir uns was witziges überlegt…:D Erst haben wir zusammen mit ihm ein Foto gemacht (er ist riesig, muskulös, braungebrannt und sieht aus wie Dirk Nowitzki) und dann sind wir auf die verrückte Idee gekommen, einen Zettel zwischen das Trinkgeld zu klemmen, auf dem steht: „Call us maybe ;)“ und dann unsere Nummern und „To Tony“ :D

Wir haben zwar nicht damit gerechnet, dass er schreibt, aber wir fanden’s lustig.

 

Er hatte mir auch schon erzählt, dass er diesen oder nächsten Sommer eine Europa-Tour macht und dass er wünschte, wir könnten in Key West bleiben.

Nach drei viel zu kurzen Stunden sind wir dann wieder auf dem Festland angekommen und waren erst mal etwas wackelig auf den Beinen. Das Trinkgeld haben wir natürlich überreicht, jetzt mal sehen ;)

 

Unser Plan für jetzt war, zum southernmost Point zu laufen, Johanna und ich mussten aber noch aufs Klo, Ebru und Stefanie sind aber schon mal losgelaufen, weil sie dachten, wir schaffen es sonst nicht von der Zeit her…bisschen komisch und blöd von ihnen, ihre Freundin einfach so allein zu lassen…

Naja wir haben uns zu zweit sowieso voll gut verstanden und Johanna hat auch so gesagt sie sei so froh, mich kennengelernt zu haben! Ich auch! Leider geht sie dann zurück nach Michigan und morgen zum Delfinschwimmen, d.h. wir können uns gar nicht mehr sehen :(

Wir sind also die berühmte Duval Street langgelaufen, die war sooo lang und überall gab es kleine Läden, Restaurants etc. richtig süß.

 

Endlich angekommen, mussten wir dann noch in der Schlange warten, um ein Foto machen zu können. Nach ein paar Schnappschüssen mussten wir dann auch schon wieder zurückhetzen, da wir nur noch 30 Minuten bis zum Treffpunkt hatten! Trotzdem hatten wir noch Zeit für einen schnellen Frozen Yogurt zur Abkühlung, es war nämlich so heiß! Ganz wichtig natürlich auch noch: Key Lime Pie, der typische Kuchen aus Key West. Den haben wir uns für die Busfahrt einpacken lassen und sind auch noch gerade so rechtzeitig gekommen.

 

In Key West war es also wunderschön, sehr warm und mit dem Fahrrad (das haben die Franzosen gemacht) auch gut abzufahren! :)

 

Auf der Heimfahrt haben wir dann erst mal geschlafen und fast vergessen, den Kuchen zu essen. Am Ende war er halt ein bisschen zerlaufen und warm, hat aber trotzdem noch ganz ok geschmeckt (kalt wäre besser!) Das war halt wie so ein Käsekuchen mit Zitronengeschmack.

Johanna, Stefanie und Ebru wurden schon 60 Street und Columbus Ave rausgelassen. Das ist soo weit weg! :( Ich bin ja Ocean Drive und 9. Straße.

 

Sie meinte ihre beste Freundin aus Michigan, sie und ich würden uns auch super verstehen- hoffentlich sehen wir uns mal wieder!

Die Franzosen und ich wurden zwei Blocks vom Hostel abgesetzt, da der Ocean Drive Abends besonders für Busse fast unmöglich zu befahren sei (10 pm). Unser Fahrer war auch ganz cool, der hatte eine mega lustige Lache! Außerdem wurde natürlich alles auf Englisch und dann auf spanisch erzählt.

Beim Duschen habe ich fast meine Haare nicht durchgekämmt bekommen von dem ganzen Wind, danach habe ich mich noch mit einer neuen aus unserem Zimmer unterhalten, die war voll nett. Oben auf dem Rooftop ist es dann irgendwann kalt geworden, Lukas & Andi waren auch nicht da, Christina & Melanie waren mit ihnen Shisha rauchen. Also bin ich einfach ins Bett bzw. Facebook Neuigkeiten durschauen. Außerdem habe ich auch noch mit Johanna telefoniert und danach gemerkt: Tony hat mir wirklich geschrieben!!
Johanna aber leider nicht :/ „Hey this is Tony. It was a pleasure meeting you today. Wish you could have stayed in Key West” :D

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