(Tag 344) Sonntag, 14. Juli 2013: In love with Grand Canyon

Morgens um 5 mussten wir schon aufstehen, denn sobald die Sonne über den Bergen ist, ist die Hitze schon wieder unerträglich. Es hatte ja jetzt sogar immer noch 33°C! Das Duschen hat leider auch nicht wirklich was gebracht, denn auf ganz kalt gestellt kam trotzdem richtig warmes Wasser aus der Leitung. Ahhh so könnte ich nicht leben :D

Um so schnell wie möglich im klimatisierten Auto zu sitzen haben wir die Zelte abgebaut, gefrühstückt (kalte Milch und kaltes Obst haben gut getan!), abgewaschen, eingeladen und um 8 Uhr ging’s dann auch schon weiter. Lieber schlafe ich im klimatisierten Auto als bei der Hitze!

Die „Sitzordnung“ wurde diesmal durchgewechselt. Ganz kurz haben wir an der Route 66 halt gemacht, aber da wir dort morgen nochmal vorbeikommen werden, sind wir direkt weiter zum Campingplatz beim Grand Canyon mitten im Wald, haben dort unsere Zelte aufgebaut (mit Regenschutz, da es schon ein paar Tröpfchen geregnet hatte). Es war eine richtig lange Fahrt gewesen, aber wir waren natürlich noch nicht müde- jetzt ging es endlich zum Grand Canyon! Nach ca. 10 Minuten mussten wir alle aussteigen, unsere Augen schließen und uns an den Händen nehmen. Casey und Julia haben uns dann einen Weg  langgeführt und wir sollten alle gleichzeitig unsere Augen öffnen. Es war überwältigend! Unglaublich, vor diesem Weltwunder zu stehen! Es sah einfach aus wie eine Fototapete, wie auf all den Bildern, die man so kennt. Aber jetzt bin ich tatsächlich hier! Unglaublich!

Wir haben tausende Bilder gemacht, da es einfach überall so schön aussah, aber überall auch ein bisschen anders und man konnte nie sagen, wo es jetzt am schönsten ist! Kein Mensch könnte so etwas Schönes schaffen wie die Natur!

 

Wir hatten fünf Stunden Zeit uns umzuschauen und so sind Celina, Rebecca, Ida und ich erst in die eine Richtung und dann in die andere Richtung den South Rim langgelaufen. An einer Stelle sind Celina und ich richtig weit raus und runter geklettert. Von dort aus hatte man einen noch atemberaubenderen Blick. Unter deinen Füßen ist einfach mal richtig lange nichts und nach links und rechts so weit das Auge reicht die unglaublich geformten Steinschichten. Es war zwar auch wieder heiß dort, aber ein bisschen angenehmer, nicht so stickig, wie am Lake Havasu.

 

Man könnte dort einfach ewig Sitzen, die Stille und die unglaubliche Schönheit dieser Welt genießen. Zeit spielt gar keine Rolle im Angesicht dieser uralten Landschaft. Man hat keine Sorgen, es zählt einfach nur der Moment. Und der ist unglaublich.

Wir haben an richtig vielen Stellen gestoppt, Fotos gemacht und es einfach nur genossen.

Als wir am Treffpunkt von heute Abend ankamen, haben wir noch ein paar andere Mädels aus unserem Van auf der Plattform getroffen und dort zusammen gechillt und das aufkommende Gewitter beobachtet und bestaunt. Der Regen kam wie Fäden runter, jedoch auch nur in den „Kanälen“, nicht oben auf den „Plattformen“. Wo anders sah es aus wie ein Hurricane. Als es auch noch zu Blitzen und Donnern begann und uns ein Ranger gesagt hat, dass wir auch hinter uns schauen sollten, denn von dort komme das gefährliche Gewitter, haben wir uns doch in Richtung Museum bewegt, in dem wir geschützt waren.

 

Wir hatten leider immer noch zwei Stunden zu vertrödeln und hofften, dass das Wetter rechtzeitig zum Sonnenuntergang wieder schöner werde. Das tat es zum Glück auch und wir können uns besonders glücklich schätzen, nicht nur einen, sondern ZWEI Regenbögen im Grand Canyon zu Gesicht zu bekommen. Das war auch so wunderschön!!

Rechtzeitig zum Sonnenuntergang versammelten wir uns alle wieder auf der Plattform von vorhin und dann gab es die mega Überraschung: Casey und Julia brachten Pizza!! Das war einfach perfekt! Niemand hätte wirklich Lust gehabt, nachher im Dunkeln noch zu kochen. Die beiden sind einfach die Besten!

Dazu noch der Sonnenuntergang, das das Gestein nochmal in ganz andere Farbnuancen getaucht hat. Das muss man selbst erlebt haben. Eines der schönsten Dinge, die ich bis jetzt gesehen habe!

 

Im Grand Canyon wird es aber leider extrem schnell kalt, sobald die Sonne weg ist, also sind wir schnell zurück zu unserem Camp (an den Mülleimern waren überall bärensichere Griffe…bisschen gruselig). Dort saßen wir noch zusammen am Lagerfeuer und Julia hat Gitarre gespielt und gesungen. Man hätte ewig zuhören können! Richtig schön!

Um 10 sind wir dann schon schlafen gegangen, was sich aber viel später angefühlt hat, weil es schon so lange dunkel war…

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

New York Time: 

German Time: