(Tag 349) Freitag, 19. Juli 2013: Kein Glück in San Francisco

Obwohl wir schon um 7:30 los mussten waren Celina und ich trotz Zelt abbauen schneller als manche andere ohne Zelt! Ich glaube man kann sagen wir sind so langsam voll Zelt- und Camping- erprobt ;)

Um ca. 12 Uhr mittags kamen wir in San Francisco an. Vom Auto aus sieht es schon mal mega schön aus!

Wir durften ein paar Mal aussteigen, um uns Sachen genauer anzuschauen. Erst hielten wir bei den „7 painted Sisters“- den Häusern aus dem Vorspann von Full House! Sie haben das Erdbeben und Feuer Anfang 1900 überlebt und sind jetzt Kult.

Bei dem zweiten Stopp mussten wir eine unglaublich steile Straße hochlaufen. Richtig krass, diese Steigung! Aber man hatte eine sehr schöne Sicht von oben. Um die Ecke befand sich die Lombard Street- die kurvenreichste Straße der Welt. Es sieht einfach echt alles aus wie man es von Bildern kennt. Hier blüht auch alles, obwohl es schon Juli ist.
Die Lombard Street sind wir auch runtergelaufen und es ist lustig zu sehen, wie sich die Autos dort runterquälen.

 

Jetzt ging es weiter zu Fisherman’s Wharf. Dort hatten wir etwas Freizeit, haben uns was zu essen gesucht und sind dann zum bekannten Pier 39, auf dem sich immer die Robben tummeln. Dort stiegen wir auch auf unseren Katamaran, der uns jetzt für $25 an Alcatraz und der Golden Gate Bridge vorbeischippern würde. Obwohl wir auch dicke Jacken von dort bekamen, ist es trotzdem richtig kalt und windig geworden. Drinnen haben wir uns kurz aufgewärmt, bis wir näher an die Golden Gate Bridge gekommen sind. Da hat Celina sich vorn an den Katamaran gestellt, ich wollte gerade ein Bild von ihr machen, da kam eine riesige Welle und ich konnte gar nicht mehr schnell genug reagieren, habe aber versucht, meine Spiegelreflex zu schützen. Alles war klatschnass. Ich, meine Klamotten, das Gerät…so schnell wie es ging bin ich reingerannt, habe versucht, die Kamera zu trocknen, aber obwohl der Akku und so eigentlich nicht nass geworden sind, hat sie nicht mehr funktioniert! :((
Das hat mich richtig fertig gemacht und ich konnte den Rest der Bootsfahrt gar nicht mehr genießen. Es war mir jetzt noch kälter, weil ich nass war. Aus meinen Schuhen konnte ich sogar richtig das Wasser ausleeren! Celina hat mir zum Aufwärmen eine heiße Schokolade geholt aber ich wollte einfach nur zurück ins Hostel und warm duschen!

Nach der Tour sind wir zurück zum Van gelaufen, Celina wollte vor mir einsteigen aber sagt nur so: „Hä wo ist mein Rucksack?“. In dem Moment habe auch ich entdeckt, dass mein Rucksack ebenfalls verschwunden ist!!

Als Casey das hörte stieg er nur aus, schaut auf seine Fahrertür und sagt „Shit“. Das Schloss war aufgebrochen! Der Rucksack von einem anderen Mädel war auch noch weg, von Casey ein paar Sachen und das allgemeine Tablet. Der zweite Van stand nur ein paar Meter weiter: auch dort waren Rucksäcke und das Tablet gestohlen worden!

 

Das schlimmste: bei Celina war einfach ihr komplettes Bargeld ($1500), Beats Kopfhörer, iPod, Tablet, Souvenirs und Reisepass weg! Bei mir war zum Glück nicht ganz so viel drin gewesen…meine Chucks, Souvenirs, die Reisedokumente, USB-Stick, Ladegeräte und mein Reisepass...so ganz genau wusste ich es gar nicht mehr.

Na super. Ein Unglück nach dem anderen hier in SF :/ Als die Polizei nach 1 ½ Stunden endlich eintraf mussten wir der netten Polizistin alles sagen, was geklaut wurde. In der Wartezeit haben wir mit allen möglichen Leuten telefoniert. Die ganzen Mädels haben sich um uns gekümmert und versucht, uns aufzumuntern. Da ich immer noch nass und kalt war holten wir uns erst mal was warmes bei Starbucks.

 

Als wir dann endlich beim Hostel angekommen und alle unserer Sachen in die Lobby geladen hatten kam schon das nächste Problem auf uns zu. Stehen da 14 Mädels in der Lobby und der Vollpfosten hinter der Rezeption meinte, er habe unsere Reservierung hier nicht und sie hätten auch angeblich keine Betten mehr frei. Obwohl Casey ihm den Reservierungsschein vorlegte ließ er sich nicht davon abbringen. Der Chef von APA war am Telefon und uns ist es nach einiger Diskussion mit dem Vollpfosten allen zu dumm geworden, also haben wir alles wieder eingeladen und sind zu einem Hotel ein bisschen außerhalb gefahren. Kurz davor kam der „Manager“ des Hostels noch und meinte die Betten seien doch frei…wir hatten aber schon kein Bock mehr, was im Endeffekt dann auch viel besser war!

 

Beim Motel angekommen bestellten wir erst mal Pizza für alle. Jeder hatte sein eigenes riesiges Bett, eine schöne Dusche etc. Ein Traum im Vergleich zum Hostel! Alle zusammen verspeisten wir die Pizzen- das war echt schön zum Abschied!

Trotz des bequemen Bettes konnte ich lange nicht einschlafen, weil mir immer wieder neue Sachen eingefallen sind, die auch im Rucksack gewesen waren…

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

New York Time: 

German Time: